Als die neue Internetseite der Stadt Cottbus/Chóśebuz im März 2025 online ging, sahen die Bürgerinnen und Bürger vor allem eines: eine moderne, frische und serviceorientierte Website. Was viele nicht sahen: Im Hintergrund saß Gabi. Während andere den erfolgreichen Start feierten, begann für sie die eigentliche Arbeit erst richtig. Seiten prüfen, Inhalte anpassen, Fehler melden, neue Funktionen testen, Barrierefreiheit im Blick behalten und immer wieder dafür sorgen, dass am Ende alles funktioniert. Oft schneller, als manch anderer überhaupt reagieren konnte.

Zu ihrem festen Wochenprogramm gehörte schon bald ein Termin, den vermutlich jeder Kalender automatisch kannte: das Freitags-Telefonat mit Jörg Kiefer. Was als regelmäßige Abstimmung gedacht war, entwickelte sich über die Monate zu einer ganz eigenen Institution. Mal ging es um kleine Korrekturen, mal um größere Baustellen – und manchmal vermutlich auch darum, warum Dinge nicht schon längst erledigt waren. Nicht selten verließ Gabi ein solches Gespräch mit der festen Überzeugung: “Das mache ich jetzt lieber selbst.” Und so kam es auch. Vieles koordinierte sie, vieles bereitete sie vor und manches erledigte sie gleich mit. Mit Sicherheit kennt heute niemand die Internetseite so gut wie sie.

Dass sich dabei über die Zeit ein beachtliches Überstundenkonto ansammelte, überrascht rückblickend kaum. Schließlich bestand ihre Aufgabe nicht nur darin, Inhalte zu pflegen, sondern oft auch darin, Prozesse am Laufen zu halten, nachzuhaken, mitzudenken und Lösungen zu finden – selbst dann, wenn andere eigentlich am Zug gewesen wären.

Die Bürgerinnen und Bürger sehen heute eine moderne Internetpräsenz mit digitalen Dienstleistungen, einem umfangreichen Serviceportal und hoher Barrierefreiheit. Gabi dagegen sieht wahrscheinlich zuerst die Stelle, an der noch ein Leerzeichen fehlt, ein Link überprüft werden muss oder eine Kleinigkeit noch ein bisschen schöner werden könnte. Ihr Blick fürs Detail, ihre Beharrlichkeit und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, haben die Entwicklung der städtischen Internetseite entscheidend mitgeprägt. Und auch wenn das Freitags-Telefonat künftig vielleicht etwas ruhiger ausfallen dürfte: Wer jemals mit Gabi an der Website gearbeitet hat, weiß, dass hinter jedem erfolgreichen Klick oft eine Menge Geduld, Hartnäckigkeit und eine große Portion Einsatz steckten.

Vielen Dank, Gabi – für unzählige gepflegte Seiten, gelöste Probleme, viele zusätzliche Arbeitsstunden und dafür, dass unsere Internetseite nicht nur online gegangen ist, sondern bis heute zuverlässig funktioniert.

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